Siegel des Evangelisches Gymnasiums zum Grauen Kloster
Evangelisches Gymnasium zum Grauen Kloster
Siegel der Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Darstellendes Spiel

Der Fachbereich Darstellendes Spiel stellt sich vor

Was ist DS?

  • DS ist, mit dem Körper zu denken
  • DS ist, sich zu treffen, wenn alle anderen Wochenende haben
  • DS ist, etwas zu tun, was man noch nie getan hat und andere freuen sich darüber
  • DS macht schnell abhängig,
  • DS ist, im Spiel eigene Welten zu erschaffen
  • DS ist, ohne Konkurrenz Neues zu lernen und gemeinsam ein Projekt durchzuziehen
  • DS ist, viel Spaß und viel Arbeit

Diese Aussagen von Schülern zeigen auf der einen Seite die Faszination, die dieses Fach hat in unserer – einer sehr kognitiv ausgerichteten – Schule, aber auch das Anforderungsprofil dieses Faches.
Das Fach Darstellendes Spiel wird am Grauen Kloster vier Semester in der Oberstufe unterrichtet. Derzeit unterrichten drei Lehrerinnen und ein Lehrer zwei Grundkurse in Q1/2 und einen Grundkurs in Q3/4 Der Rahmenplan liegt als Pdf-Dokument vor. Link zum Rahmenplan: Hier finden sich auch Hinweise zu den einzelnen Klausurformaten. Es kann im Abitur als 5. PK gewählt werden, sofern vier Semester belegt worden sind, nicht aber als 4.Prüfungsfach. Die Fertigkeiten und Kompetenzen, die die SchülerInnen im Laufe der vier Kurshalbjahre erlernen bzw. festigen, richten sich im Wesentlichen nach dem aktuellen Rahmenlehrplan: Das übergeordnete Ziel bildet die „Theaterästhetische Handlungskompetenz“, die aufgeschlüsselt ist in die Bereiche

  • Theater verstehen (Sachkompetenz)
  • Theater gestalten (Gestaltungskompetenz)
  • Theater reflektieren (Kommunikative Kompetenz)
  • am Theater teilhaben (Kulturelle Kompetenz)

Im ersten Kurshalbjahr werden die Grundlagen für eine eigene Stückentwicklung gelegt (Fach-und Methodenkompetenzen): Übungen zur Körpersprache als darstellerische Ausdrucksmittel (Mimik, Gestik, Bewegung, Haltung, Stimme) stehen im Mittelpunkt des Unterrichts und anhand von Improvisationen werden sie in kleineren Spielübungen und Szenen umgesetzt. Dabei ist besonders die Teambildung von großer Bedeutung, die in zahlreichen Ensembleübungen erreicht werden soll, damit die SchülerInnen Verlässlichkeit und Verantwortung entwickeln können. Der Bereich Sprach-und Medienbildung bezieht sich auf der einen Seite auf die verschiedenen Formen des kreativen Schreibens, sowie die rhythmische und sprachlich pointierte Umsetzung eigener und fremder Texte mittels Artikulation und Lautstärke, auf der anderen Seite auf das Einbeziehen selbst-erstellter Filmsequenzen/ Hörspiele/ Musik- und Sprechkompositionen. Im ersten Halbjahr gibt es eine Klausur in Form einer szenischen Präsentation mit schriftlicher Reflexion. Im zweiten Kurshalbjahr nutzen die SchülerInnen die erlernten theatralen Gestaltungsmittel, um sich und ihre Lebenswelt zu reflektieren und zu artikulieren sowie spielerisch Alternativen zu gestalten. In einer Art „Szenencollage“ setzen sie ein selbstgewähltes Thema theatral und abendfüllend um. Hier dienen die schriftlichen Klausuren – die Entwicklung bestimmter Szenen in Hinblick auf das selbstgewählte Thema – als Bausteine für die Aufführung.
Im dritten Semester geht es stärker um eine freie Adaption eines literarischen Textes, eines Romans, eines Theaterstückes, einer Oper etc. mithilfe der erlernten Gestaltungsmittel und unter Einbeziehung von Film, Darstellender Kunst und Musik. Die Kriterien für die mündliche Note (AT) bilden vor allem Spielfreudigkeit und Engagement während der Stückentwicklung, Zuverlässigkeit, Teamorientiertheit, die spielerische Entwicklung sowie das Entwerfen von Spielszenen und das Schreiben von Texten als schriftlicher Anteil in Form von Hausaufgaben. Zudem spielt hier die Fähigkeit, eigene und fremde Szenen im Hinblick auf die geplante Aufführung zu reflektieren, eine große Rolle. Ziel des Kurses und seine Besonderheit liegen in der Aufführung am Ende jedes zweisemestrigen Kurses. Für die Kursteilnehmer ist das ein großes Erlebnis. Es bedeutet aber auch, sich vor jeder Aufführung zwei Probenwochenenden freizuhalten und an drei aufeinanderfolgenden Abenden ca. fünf Stunden präsent zu sein. Das lohnt sich!