Siegel des Evangelisches Gymnasiums zum Grauen Kloster
Evangelisches Gymnasium zum Grauen Kloster
Siegel der Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Infobrief 116

Sehr geehrte liebe Eltern, liebe Schüler, liebe Kollegen, liebe Schulgemeinde,

ob wir weiße Weihnachten haben werden, ist in diesem Jahr fraglich, wie in den Zeitungen zu lesen ist. Einen Elternbrief zu Weihnachten zu erhalten, darauf ist wie in allen Jahren für Sie Verlass.

Alle Jahre wieder, Tochter Zion und viele andere beliebte Advents- und Weihnachtslieder haben wir an den vergangenen Adventsmontagen im Foyer gesungen, begleitet von den Klosterbläsern, die Herr Flöter Jahr für Jahr für diese schöne Tradition des Hauses zu motivieren versteht. Seinem Engagement haben wir es zu verdanken, dass in dieser zumeist grauen, düsteren Zeit, die zu oft von Stress und Überlastung geprägt ist, ein wenig vorweihnachtliche Stimmung in unsere Schule einzieht. Mütter haben das Foyer, die Aula und das Refectorium festlich geschmückt, Herr Huwe hat die Adventskränze aufgehängt. Frau Raatz erfreut die Kollegen und die Kinder vom Silentium mit Weihnachtsbäckerei. Allen herzlichen Dank für diese freundlichen Taten. Eine große Familie möchte man meinen, unsere Schulgemeinde.

Leider muss ich diesen Brief mit unerfreulichen Nachrichten fortsetzen: Segnungen der Technik erweisen sich im Schulalltag zunehmend als Fluch und belasten uns über die Maßen. Fälle, bei denen Schüler gedankenlos mit ihren Smartphones fotografieren und sich in ihrer Freizeit in den Chat-Foren über Mitschüler entwürdigend äußern, nehmen leider zu. Mobbing im Netz und im Klassenraum wollen wir an unserer Schule aber nicht und lehnen derartige Grenzüberschreitungen ab. Wir Lehrer verwenden momentan viel Zeit darauf, Einsicht in angemessenes Verhalten bei Schülern und Eltern in dieser Frage zu erreichen. Diese Anstrengungen sind kräftezehrend und keineswegs immer wohl gelitten.

Das Traurige an dieser neuen Situation, in die wir uns gestellt sehen, ist, dass die Anonymität im Netz dazu verführt, Tabus zu brechen und unehrlich zu werden, einhergehend mit einem gesteigerten Realitätsverlust. Wir müssen diese Mauer durchbrechen und wieder zu einem offenen und respektvollem Miteinander kommen, das ist unser Ziel und unser Wunsch. Davon werden wir nicht abgehen, auch wenn es unsere ohnehin knapp bemessene Zeit kostet. Bitte liebe Eltern, helfen Sie uns dabei, schauen Sie genau hin, was Ihre Kinder in den Chat-Foren machen und unterstützen Sie uns, indem Sie mit ihren Kindern über die Verführungen der Technik sprechen und auch einmal ein Verbot aussprechen. Nur im Zusammenspiel von Schule und Elternhaus haben wir eine Chance. Auch Ihr, liebe Schüler, könnt eine Menge dazu tun, indem Ihr aufeinander aufpasst und Euch gegenseitig ermahnt, die neuen Kommunikationsmöglichkeiten in einem vertretbaren und angemessenem Rahmen zu halten. Dies gesagt, ist klar, dass wir uns diesen Fragen künftig als Schule intensiv widmen werden.

Doch nun wieder zu erfreulicheren Dingen. Am 23. November hatten wir unseren Tag der offenen Tür und das Haus brummte. Die Schlange am Anmeldestand reichte bis weit auf die Straße zurück, die Aula war bei den Informationsveranstaltungen gut besucht und die Unterrichtsstunden mit Gästen gefüllt. Das Haus duftete nach frisch gebackenen Waffeln. Die Untersekundaner führten die Gäste freundlich und gekonnt durchs Haus. Alle haben sich engagiert und Ihr Bestes gegeben, um die Schule von ihrer guten Seite zu zeigen. Und so kommen seit etwa zwei Wochen wieder viele Eltern mit Ihren Kindern zu den Aufnahmegesprächen für die neuen Sexten im Schuljahr 2014/15. Wir werden, je nach Bewerberlage, drei oder vier Sexten eröffnen. Das Anmeldeverfahren läuft noch bis Ende Januar 2014. Wir freuen uns auf die neuen Kinder und haben viel Spaß an den Gesprächen. Viele Kollegen engagieren sich hier zusätzlich, denn wir wollen die Kinder schon ein wenig kennenlernen, bevor sie zu uns kommen. In der Regel kommen die Kinder, die wir ausgewählt haben, dann auch gut später zurecht. Herzlichen Dank an alle, die dabei helfen, auch und vor allem unseren Sekretärinnen, die freundlich und geduldig die vielen Telefonate und Anfragen beantworten.

Wenn man sich als Eltern für das Evangelische Gymnasium zum Grauen Kloster als Schule entschieden hat, weiß man, dass ein nicht unbeträchtliches Lernpensum auf die Kinder zukommt. Dies trifft besonders auf die Sprachen zu. Denn da sind zum einen die alten Sprachen, die an unserer Schule Pflicht sind und natürlich die modernen Fremdsprachen. Viele unserer Schüler lernen also vier Fremdsprachen. Dass dies alles zu bewältigen ist bzw. sogar gut zu bewältigen ist, zeigen unsere alljährlichen hervorragenden Abiturdurchschnitte. Im Zuge der Schulzeitverkürzung allerdings merken wir doch, dass sich besonders bei den Oberstufenschülern der Wunsch nach einer individuelleren Schullaufbahn entwickelt hat. Sie wollen sich mehr auf das konzentrieren zu können, was man später im Studium machen möchte. Mit diesen Entwicklungen haben sich die Gremien im Hause im vergangenen Jahr beschäftigt. Ziel soll sein, für die Oberstufe eine Flexibilisierung in Bezug auf die Fremdsprachenverpflichtungen - bei Wahrung der Altsprachlichkeit im Ganzen - zu bekommen. Ein erstes Ziel haben wir schon erreicht. Das Graecum kann ab sofort nach dem 2. Semester erworben werden und nicht erst nach dem 4.Semester. Also in dieser Hinsicht gibt es schon etwas mehr Luft bei der Planung. Wir sind zuversichtlich, dass wir auf diesem begonnenen Weg auch noch etwas weiterkommen. Aber dies wird noch eine Weile dauern und Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen, auch Kreativität ist gefordert. Drücken Sie uns die Daumen, dass wir für unsere Oberstufenschüler individuellere Wege finden können.

Leider haben wir in diesem Spätherbst und in den vergangenen Monaten mit vielen Erkrankungen im Kollegium zu tun gehabt. Sie werden dies in einigen Klassen bemerkt haben. Allen erkrankten Kollegen wünschen wir gute Besserung und hoffen, dass sie im neuen Jahr gestärkt und gesund wieder ihre Arbeit aufnehmen können. Was wir an Vertretung leisten können, tun wir, auch zusätzliche Lehrkräfte helfen aus. Glücklicherweise konnten wir eine Kollegin wieder gewinnen, die schon einmal ausgeholfen hat: herzlichen Dank Frau Schulte-Köster. Aus Krankheitsgründen musste leider auch der Kammermusikabend ausfallen. Er wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Freuen wir uns umso mehr auf das Frühlingskonzert im März 2014. Es wird wie immer zwei Aufführungen geben, sowohl am 19. als auch am 20. März. Auch der traditionelle Refectoriumsabend musste krankheits- und belastungsbedingt in diesem Jahr verschoben werden, er wird im Frühjahr nachgeholt. Planmäßig konnte jedoch in der vergangenen Woche der Lesewettbewerb für die Sextaner und Quintaner stattfinden. Frau Scheffel hat ihn zusammen mit Kollegen vom Fachbereich Deutsch durchgeführt. Am Freitag im Weihnachtsgottesdienst werden die Gewinner geehrt. Auch die „Grüne Woche“ unter der Leitung von Herrn Bertram, durchgeführt von der Quarta d, fand wie gewohnt statt. Am Montag der letzten Schulwoche haben Kolleginnen des Fachbereichs Geschichte für das 1. Semester den Zeitzeugen Shlomo Woklowicz eingeladen, der den Verfolgungen durch die Nazis nur knapp entkommen ist. Bewundernswert, dass er es sich, aus Israel kommend, zur Aufgabe gemacht hat, die jungen Menschen mit dieser Zeit vertraut zu machen. Danke an alle Organisatoren für diese Veranstaltungen.

Zum Halbjahr 2013/14 wird uns leider Frau Angelika Liegmann verlassen, sie geht nach fast 32 Jahren an unserer Schule in den wohlverdienten Ruhestand. Sie wird uns im Fachbereich Englisch sehr fehlen, den sie lange kompetent und freundlich geleitet hat. Nun werden wir ohne sie auskommen müssen, auch im Sportbereich wird sie eine Lücke hinterlassen. Im Rudern hat Frau Liegmann schon im vergangenen Jahr den Staffelstab an Frau Kühl übergeben. Wir werden Frau Liegmann am Ende des Halbjahres in der Aula festlich verabschieden. Frau Maurer-Koch wird nach den Winterferien aus ihrer Elternzeit zurückkehren. Wir freuen uns auf sie.

Zum Schluss - wie üblich - einige Hinweise auf anstehende Termine. Denn das neue Jahr beginnt wie immer schwungvoll und erinnert uns daran, dass wir nicht ruhen sollen! Zeugniskonferenzen, DS, Debatte, Chor- und Orchesterfahrten, die PSE-Schulung für die Unterstufe und Studenten machen Schule für die Untersekunden und das 1.Semester, Wandertage, Exkursionen und der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2014 für die Klassen 5 -10 und am 28.Januar für die Oberstufe. Am 30. Januar werden wir Gastgeber für den Landeswettbewerb "Jugend debattiert" sein, aus dem aus unserer Schule ja schon eine Reihe erfolgreiche Debattanden hervorgegangen sind. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Freude an der Debatte und Erfolg!

Am kommenden Freitag, dem 20. Dezember und letztem Schultag in diesem Jahr, sind sowohl die nullte als auch die 1. Stunde unterrichtsfrei. Das Kollegium kommt mit Herrn Olie von der Schulstiftung zu einer Besprechung zusammen. In der 2. Stunde findet das Ordinariat für die Klassen 5 -10 statt, das Tutoriat für das 3. Semester sowie eine Jahrgangsstufenversammlung mit Frau Dr. Martinez Moreno für das 1. Semester. In der 3. Stunde versammeln wir uns in der Aula zum vorweihnachtlichen Gottesdienst, wo uns ein Krippenspiel der Quinta a unter der Leitung von Herrn Flöter erwartet. Wir freuen uns darauf und sind gespannt auf die Aufführung.

Last but not least: der Schulball am 25. Januar. Unser Ball-Team plant schon seit dem Herbst. Die Plakate sind im Schulhaus ausgehängt und der Kartenverkauf läuft. Dennoch können auch noch weiterhin Karten erworben werden, die Informationen dazu finden Sie unter www.klosterball.de. Wer's noch nicht weiß: es wird ein fröhlicher und entspannter Abend für Schüler ab Klasse 10, Eltern und Kollegen. Wenn Sie Lust auf neue Gesichter und gute Gespräche haben und auch nicht abgeneigt sind, das Tanzbein zu schwingen - dann machen Sie sich auf. Die Organisatorinnen werden sich freuen.

Nach den Winterferien fahren die Untersekunden dann ins Sozialpraktikum, nachdem sie zuvor noch einmal ihre Profilkurswahl überdenken konnten und auch schon bei Frau Dr. Martinez Moreno ihre Wünsche für die Oberstufe abgegeben haben.

Ich wünsche Ihnen einen schönen 4. Advent und ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie einen guten Start ins neue Jahr, das hoffentlich für uns alle friedvoll und erfüllt verlaufen wird.

Ich grüße Sie herzlich mit der Losung zum Jahr 2014

"Gott nahe zu sein, ist mein Glück."

(Psalm 73,28)



Berlin, 16. Dezember 2013
für das Evangelische Gymnasium zum Grauen Kloster

Brigitte Thies-Böttcher
Schulleiterin

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